Strategien, mit denen wir freier und unabhängiger leben

Strategien

Es ist klar, dass es nicht einfach ist, autark zu leben. Um überhaupt auf diese Idee zu kommen, muss man erst einmal hinterfragen, ob man sein Leben so akzeptieren möchte wie es ist. Bei uns Vieren, die sich als die Werkstürmer zusammengeschlossen haben, gab es genug Leidensdruck. Wir haben uns genau die soeben genannte Frage gestellt und sie verneint. Wir hatten jeweils eine mindestens 40-Stunden-Woche (mit viel Glück, denn meist war es noch mehr) und irgendwie blieb trotzdem nie Geld übrig. Um etwas zu ändern, mussten wir uns Strategien überlegen. Von diesen wollen wir hier erzählen.


Bestandsaufnahme: Wo stehst du, wo möchtest du hin?

So kurios, wie es ist, aber wir brauchten scheinbar erst einmal ein Höchstmaß an Unzufriedenheit, um überhaupt zu merken, dass etwas nicht stimmt. Wir sind dazu erzogen worden, duldsam zu sein und zu funktionieren. Immer Leistung bringen, damit man immer schön konsumieren kann. Selbst das Letztere entpuppte sich beim genauen Analysieren als Qual. Woher soll denn schließlich die Energie kommen, wenn man diese komplett in eine Arbeit steckt? Vor allem, für wen tun wir das? Vieles machen wir nur, um mithalten zu können in unserer Leistungsgesellschaft. Haste was, biste was! Uns wurde also auch durch vertrauensvolle Gespräche klar, dass wir gar nicht das Leben führen, das wir wollen und nach materiellen Dingen streben, um die Anerkennung der "Anderen" zu bekommen. Wir waren uns einig, dass wir uns in 10 Jahren nicht an gleicher Stelle sehen wollten, sondern von diesem Zug abspringen, so bald wie möglich! Wie sieht es bei dir aus? Bist du glücklich?


Was brauchen wir wirklich, um ein erfülltes Leben zu führen?

Diese Frage wird sich fast jeder etwas unterschiedlich beantworten. Die Wenigsten von uns würden ernsthaft "aussteigen aus der Gesellschaft", wie es so schön heißt. Das Konzept mit dem autarken Leben klingt erst einmal romantisch, aber mehr oder weniger sind wir doch alle verwöhnt, oder? Freiwillig verzichten? Nein, für uns lautet die Antwort, dass wir unseren Konsum einfach nur herunterschrauben müssen. So hat ein Mitglied unserer Truppe die Konsequenz gezogen, dass er viel zu viel Miete zahlt und dadurch aus der Tretmühle des Geld-Verdienen-Müssens nicht heraus kam. Seit jener Erkenntnis hat er sich einen VW Caddy zugelegt und ihn ausgebaut. Seine Strategie besteht also darin, seine Fixkosten drastisch zu senken und einen alternativen Lebensstil zu führen. Allein schon dieser Schritt war erst einmal hart, denn man muss alles reduzieren, was Platz wegnimmt. Für ihn war es ein Befreiungsschlag und er sagt inzwischen "Besitz belastet". Andere Strategien bestehen darin, auf Campingplätzen oder Schrebergärten zu wohnen. In einem Garten kann man sich dann auch noch teilweise selbst mit bestem Bio-Obst und Gemüse versorgen, vielleicht auch ein paar Hühner halten. Was wir nämlich brauchen, sind in erster Linie Nahrung und Freiheit. Es gibt viele Lösungen und Wege. Wir anderen Drei haben jeweils eine kleine Wohnung, aber spielen ebenfalls mit dem Gedanken, uns ein wenig unabhängiger zu machen. Denk einfach mal nach, was du wirklich brauchst und dann rechne, wie viel du sparen kannst!


Die Sache mit dem Geld - Geht es auch ohne Arbeit?

So lange der große Finanzcrash uns nicht voll erwischt, möchten wir Geld verdienen. Trotzdem haben wir beschlossen, unseren Vollzeitjob aufzugeben und haben andere Wege gefunden. Diese zeigen wir dir auch noch ausführlich auf unseren anderen Seiten. Wir arbeiten teilweise ehrenamtlich, also auch ohne Bezahlung. Es ist also keine Faulheit, die uns diesen Weg gehen lässt. Wir nutzen unsere Zeit für Hobbys, um uns zu bilden, um Menschen und Tieren zu helfen - und um einfach zu leben. Und genau dafür entwickeln wir immer neue, alternative Strategien.

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